Die neue EU-Verpackungsverordnung (PPWR): was ist zu tun
Mit dem Inkrafttreten der neuen EU-Verpackungsverordnung (PPWR) stehen viele Unternehmen vor der Herausforderung, neue rechtliche Pflichten, Transparenzanforderungen und Nachhaltigkeitsstandards entlang ihrer Lieferketten rasch und effizient umzusetzen. Um Sie in dieser Übergangsphase optimal zu begleiten und zu unterstützen, bündelt die Thommen-Furler AG ihre Kräfte mit ihrer langjährigen Partnerfirma Neosys AG. Gemeinsam bieten wir Ihnen fundiertes Fachwissen, individuelle Standortbestimmungen sowie praxisnahe Beratung – von der Datenerfassung über die Erstellung der technischen Dokumentation bis hin zur nachhaltigen Optimierung Ihrer Verpackungsprozesse.
Die neue EU-Verpackungsverordnung (PPWR: Packaging and Packaging Waste Regulation) gilt seit dem 12. August 2026 vollständig und soll die Umweltbelastungen durch Verpackungsmüll senken sowie die Kreislaufwirtschaft stärken. Für viele Wirtschaftsteilnehmer in der EU entstehen dadurch neue Pflichten, die schrittweise bis 2040 wirksam werden. Zuerst müssen Unternehmen klären, welche Rolle sie in welchem Fall innehaben, z. B., ob sie Verpackungen Inverkehrbringen, eine Tochterfirma in der EU haben oder direkt an Endverbraucher liefern. Danach soll eine schrittweise Umsetzung der Pflichten folgen.
Schritt 1: Datensammlung und Transparenz der Verpackungen
Im ersten Schritt geht es hauptsächlich darum, den Status-Quo der Verpackungsdaten zu analysieren, um die notwendigen Informationen wie Typ und Gewicht der Verpackungen pro Produkt entlang der Lieferkette zur Verfügung stellen zu können. Die PPWR weist allen Beteiligten in der Lieferkette unterschiedliche Pflichten zu: Lieferanten müssen ihren Kunden technische Informationen bereitstellen, während die Erzeuger (das Unternehmen, das verpackt) die technischen Dokumentationen und Konformitätserklärungen der Verpackungen ausstellen müssen. Eventuell nachgestellte Wirtschaftsakteure wie Importeure oder OEM-Kunden sind verantwortlich, die Dokumentation zu überprüfen und übernehmen Herstellerverantwortung und Registrierung der Verpackungen.
Schritt 2: Optimierung und Minimierung der Verpackungen
Ab 2030 werden die Design-for-Recycling-Anforderungen zentral: Verpackungen müssen recyclingfähig gestaltet und künftig in verschiedene Klassen zur Rezyklierbarkeit bewertet werden. Ergänzend gelten je nach Verpackungstyp Vorgaben zu Rezyklatanteilen und Wiederverwendungsquoten. Bis 2030 sollten Unternehmen ihre Verpackungen daher auf kritische Materialkombinationen, Verbundstrukturen, Barrieren, Etiketten, Klebstoffe, Druckfarben und Verschlüsse prüfen. Die Anforderungen werden ab 2030 bis 2038 beziehungsweise 2040 schrittweise verschärft. Die konkreten Bewertungsmethoden und Schwellenwerte werden durch nachgelagerte Rechtsakte präzisiert.
Jetzt mit der Sammlung der Daten anfangen
Seit dem 12. August 2026 dürfen keine Verpackungen mehr ohne Registrierung, technische Dokumentation und Konformitätserklärung in Verkehr gebracht werden. Die Rolle Ihres Unternehmens gemäss der PPWR sollte schnellstmöglich geklärt werden, um zu wissen, welche Verantwortung Ihr Unternehmen trägt. Auch wenn Sie nicht die Herstellerverantwortung tragen, müssen Sie eventuell Ihren Kunden die Informationen bereitstellen. Stellen Sie die Verpackungen erstmals in einem EU-Mitgliedsstaat zur Verfügung, empfiehlt es sich, die Daten jetzt zusammenzutragen und die Dokumentation zu erstellen. Bis Februar 2027 sollen Sanktionen und Bussen festgelegt werden. Zu diesem Zeitpunkt sollten die Rollen Ihres Unternehmens und die Verpackungen analysiert und angepasst sein, um Bussen und Einfuhrverbote zu vermeiden.
Individuelle Standortbestimmung und Unterstützung bei Erstellung der Dokumentation
Neosys unterstützt Sie mit Schulungen, Workshops oder Rent-a-Specialist-Mandaten bei der Umsetzung der PPWR. Aus bisherigen Projekten wissen sie: Oft sind relevante Informationen vorhanden, aber verteilt. Besonders die Übergangsphase bis 2030 ist entscheidend, um Verpackungen auf Recyclingfähigkeit, kritische Materialkombinationen und künftige Recyclingklassen zu prüfen. Eine Standortbestimmung hilft, Verantwortlichkeiten zu klären, Datenlücken zu erkennen und die technische Dokumentation effizient vorzubereiten.
PPWR erfolgreich umsetzen
Sie möchten wissen, welche Auswirkungen die PPWR auf Ihr Unternehmen hat und welche Schritte jetzt sinnvoll sind? Neosys unterstützt Sie mit ihrer Erfahrung aus zahlreichen PPWR-Projekten. Nehmen Sie Kontakt auf für ein unverbindliches Informationsgespräch.
Dr. Judith Jaekel
Neosys AG, Projektleiterin CSR, Workshops ESG, PPWR und andere Product Compliance Themen, praktische Unterstützung
judith.jaekel(at)neosys.ch, +41 (0)32 674 45 27
Dr. Lea Steinle
Neosys AG, Bereichsleiterin CSR, Workshops PPWR und andere Product Compliance Themen, praktische Unterstützung
lea.steinle(at)neosys.ch, +41 (0)32 674 45 58
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Gelebte Nachhaltigkeit
Die Thommen-Furler Group bekennt sich klar zu den Prinzipien der Nachhaltigkeit und integriert diese konsequent in alle Bereiche des Unternehmens. Wir legen eine transparente Berichterstattung über unsere Treibhausgasemissionen vor, in der die Quellen der Emissionen, die Reduktionsziele und die Fortschritte bei der Erreichung dieser Ziele dargelegt werden.
Wir verstehen Nachhaltigkeit als langfristige Verantwortung für die Umwelt, die Gesellschaft und die Wirtschaft. Uns ist es wichtig, diese Aussagen auch zu belegen, weshalb wir hier die Schwerpunkte aus unserer Nachhaltigkeitsstrategie und somit die Förderung zu einer anhaltenden Nachhaltigkeit präsentieren.